Ist WordPress (schon wieder) tot?

Wir haben 2026 - Warum verwendet ihr immer noch WordPress?

Ein geöffneter, flacher space-grauer Laptop steht auf einem edlen dunklen Eichenschreibtisch, beleuchtet von weichem, seitlichem Tageslicht. Auf dem Bildschirm läuft ein Code-Editor im Dark-Mode. Direkt auf dem Tisch, neben dem Laptop, steht ein kleiner Grabstein aus Stein mit der eingemeißelten Jahreszahl 2026 und dem WordPress-Logo als steinernes Symbol. Der Fokus liegt scharf auf dem Grabstein, während der moderne Bürohintergrund in einer weichen Unschärfe verschwimmt.

Lange Zeit galt WordPress als der Platzhirsch unter den CMS, war (und ist) das meist verwendete CMS der Welt. Ein ziemlicher Siegeszug für eine Software, die eigentlich ja als Blog-System gestartet hat. 


Wie sieht es denn 2026 mit WordPress aus? Geht da noch was oder ist die Zeit von WordPress abgelaufen? 

Status Quo: Ist WordPress tot?


Wer sich auf LinkedIn herumtreibt weiß: WordPress ist tot! Claude Code (aktueller) oder Webflow (früher) haben den Website-Markt übernommen. Außerhalb von LinkedIn sieht die Realität aber anders aus. WordPress ist immer noch weit verbreitet, dominiert die CMS-Landschaft und ist immer noch eines der wichtigsten CMS. Totgeglaubte leben ja bekanntlich länger. 


Was spricht noch für WordPress?


WordPress hat ein extrem großes Ökosystem. Es gibt unzählige Plugins, Themes, Code-Snippets. Du kannst fast jede Funktion in WordPress ergänzen, ohne dass du selber programmieren musst (Fluch und Segen zugleich, I guess). 

Durch die weite Verbreitung ist WordPress gut dokumentiert, KI Systeme konnten wahnsinnig viel lernen und können dadurch jetzt sauberen WordPress-Code liefern. 

Apropos Code. Die meisten Web-Entwickler:innen kennen sich mit WordPress aus, können mit der einfachen Struktur umgehen und sich in bestehende Websites hineinarbeiten. 

Für mich ist einer der wichtigsten Punkte aber immer noch das Hosting. Du kannst WordPress auf fast jedem modernen Web-Hosting einfach laufen lassen. Im Vergleich zu modernen Setups, die zwar - theoretisch - einfach out of the box funktionieren sollte, das aber nicht tun, ein großer Vorteil. 

Und last but not least: WordPress ist Open-Source. Heißt, der Code ist frei verfügbar und liegt bei dir am Server. Es kann dir nicht passieren, dass dein CMS plötzlich etwas kostet. 


Was spricht gegen Websites von Claude?


Grundsätzlich gar nichts. Claude ist ein Werkzeug, um mithilfe von KI-Modellen Websites zu erstellen. Wir verwenden selbst KI-Tools in unserem Entwicklungsprozess. 

Was Claude aber nicht ist: Ein CMS. Du kannst als Endkunde in der Regel deine Inhalte über Claude anpassen, ohne Claude musst du dann aber programmieren können, um etwas zu ändern. 

Wenn du eine neue Funktion benötigst, musst du dich darauf verlassen, dass Claude diese fehlerfrei für dich entwickelt - ohne Sicherheitslücken, Bugs und Responsive. 

Wir sehen Claude - zumindest aktuell, Stand 06/2026, noch als mächtiges Werkzeug für Entwickler:innen, weniger als Tool, um Websites dauerhaft zu managen. 


Also: Warum verwendet ihr noch WordPress?


Einfach, weil es für unsere Kund:innen oft am meisten Sinn macht. 

Sie haben keine Probleme mit Hosting, keine Lizenzkosten für das CMS. Sie sind nicht abhängig von uns und können theoretisch jederzeit zu einer anderen Agentur wechseln. Wenn eine neue Funktion benötigt wird, kann man diese entweder mit einem bestehenden Plugin ergänzen oder aus bestehenden Snippets erstellen. Und sie können alle Inhalte selber pflegen. 

Aber, ganz wichtig: Wir verwenden nicht ausschließlich WordPress für unsere Projekte. Wir verwenden den Tech Stack, der zum Projekt und den Kund:innen passt. WordPress ist für uns kein Allheilmittel, sondern ein Tool von Vielen. 

Ein großer Teil unserer Projekte wird auch mit Headless CMS wie Payload oder Prismic, mit Laravel oder NextJs umgesetzt. 

Einfach, weil der Fokus auf den Kund:innen und dem Projekt liegt, weniger auf dem Tech Stack.

Dominik Schratl
Dominik Schratl

Dominik ist der Gründer von devsolution und Web-Entwickler aus Leidenschaft. Studiert hat er Informatik auf Lehramt - vielleicht hält er deshalb gerne Talks (wie 2 x am WordCamp in Wien) und codet live on Stream.

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